Weltfahrradtag: ADFC NRW appelliert an Kommunen und Land

 

Nr. 11/2021, Düsseldorf, 01.06.2021

 

Roter Teppich mit Fahrradsymbol
Roter Teppich für das Fahrrad © ADFC NRW / Ludger Vortmann

Zum Weltfahrradtag (03. Juni) fordert der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club in Nordrhein-Westfalen die Kommunal- und Landespolitiker*innen auf, den Radverkehr als Chance zu nutzen. Denn dem Fahrrad komme in mehrfacher Hinsicht große Bedeutung zu, sagte der Landesvorsitzende in NRW, Axel Fell: „Die Fahrradbranche ist Wirtschaftsfaktor, Jobmotor und unverzichtbar für eine nachhaltige Mobilität. Kein Wunder, dass die UN am Weltfahrradtag das Fahrrad als das Verkehrsmittel der Zukunft bezeichnet. Denn es fördert die Gesundheit, macht Städte attraktiver und entlastet sie von Lärm und schlechter Luft, wie wir es ja bei unseren niederländischen Nachbarn erleben.“  

Davon seien aber die meisten Städte in NRW noch weit entfernt. Hier würden die Menschen vom Radfahren abgehalten, weil es an sicheren und komfortablen Radwegen fehlt oder Radinfrastruktur zu schmal oder kaputt sei, sagte die stellvertretende ADFC-Landesvorsitzende in NRW, Annette Quaedvlieg: „Niemand will wahrhaben, dass hier bei uns noch Kinder an Landstraßen ohne Geh- und Radweg unterwegs sein müssen, um zur Schule zu kommen, wo Fahrzeuge mit 70 Stundenkilometern an ihnen vorbeirasen. Oder, dass innerorts Radwege schlicht Buckelpisten und viel zu schmal sind, so dass Eltern ihre Kinder sicherheitshalber mit dem Auto bringen, obwohl sie das eigentlich ja gar nicht wollen.“

Pop-Up-Radwege als klare Forderung an die Politik

Darum demonstrieren ADFC, die Bündnisse Changing Cities und Bundesrad sowie  Fahrradinitiativen am Weltfahrradtag in sechs NRW-Städten mit „Pop-Up-Radwegen“ für eine bessere Fahrradinfrastruktur. Unter dem Motto „Pop-Up-Weltfahrradtag“ werden „Schnellbau-Radwege“ erstellt, um symbolisch zu zeigen, dass eine sichere und attraktive Radinfrastruktur schnell und kostengünstig hergestellt werden kann.

In NRW gibt es am 3. Juni 2021 Aktionen in folgenden Städten:

Stadt

Veranstalter*in

Ort

Uhrzeit

Bergisch Gladbach

ADFC

zwischen Turbo-und  Driescher-Kreisel

14-18 Uhr

Bochum

Radentscheid Bochum, Radwende

Alleestr.

14 Uhr

Köln

Kidical Mass

Luxemburger Straße

13 Uhr

Marl

Radentscheid Marl / ADFC

Hervesterstr. / Brüderstr.

11 – 13 Uhr  

Mönchengladbach

Radentscheid MG

Hittastraße

11 Uhr

Wuppertal

Mobiles Wuppertal

Adlerbrücke, Wuppertal Barmen

11 – 13 Uhr

Axel Fell, ADFC-Landesvorsitzender NRW: „Am Weltfahrradtag sollten sich Politiker*innen fragen, ob sie ihre Kinder guten Gewissens allein mit dem Rad zur Schule schicken würden. Falls ja, herzlichen Glückwunsch! Falls nein, lassen Sie uns das gemeinsam ändern. Dazu ist aber ein mutiges und ambitioniertes Fahrradgesetz in NRW nötig. Denn nur so werden wir den Fahrradanteil von heute unter zehn auf 25 Prozent im Jahr 2025 steigern können.“

Dazu erforderlich sei aber die Bereitschaft zur Neuverteilung des vorhandenen Verkehrsraums zu Lasten des Autoverkehrs. Auch müssten die Kommunen beim Bau lückenloser Radwegenetze unterstützt und die Finanzierung der Radverkehrsinfrastruktur langfristig sicherstellt werden.

Axel Fell: „Nur so kann NRW zum Fahrradland werden. Diese Chance ist greifbar. Denn nie zuvor war es so einfach für Politiker*innen in Stadt und Land mit so viel Rückenwind aus der Gesellschaft die Mobilität der Zukunft zu gestalten.“ 

Über den ADFC NRW
Der ADFC NRW e.V. ist mit mehr als 50.000 Mitgliedern der größte Landesverband des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. In rund 40 Kreisverbänden und 100 Ortsgruppen sind wir vor Ort aktiv. Wir setzen uns für eine umweltfreundliche Verkehrspolitik ein, fahren gemeinsam Touren und beraten in allen Fragen rund um das Fahrrad. Als Landesverband werben wir in Politik, Ministerien und Verbänden für eine Verkehrspolitik, die die Potentiale des Fahrrads ausschöpft. Dabei steht die Entwicklung einer umfassenden Radverkehrsinfrastruktur im Mittelpunkt: ein einheitliches Radverkehrssystem für Alltags-, Freizeit- und Urlaubsradfahrer*innen mit hohen Qualitätsstandards und guten Serviceeinrichtungen.

Kontakt
Ludger Vortmann
Pressesprecher
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Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club NRW e.V. (ADFC NRW)
Landesverband NRW
Karlstr. 88, 40210 Düsseldorf
Tel. 0211-6870813
Mobil 0151-67534402

Mail: presse [at] adfc-nrw.de
Internet: www.adfc-nrw.de

 

Downloads

Annette Quaedvlieg, stellvertretende Landesvorsitzende ADFC NRW

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Axel Fell, Landesvorsitzender ADFC NRW

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https://ratingen.adfc.de/neuigkeit/weltfahrradtag-adfc-nrw-appelliert-an-kommunen-und-land-3-1-1

Kurze Frage - kurze Antwort

  • Wer und was ist der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist - mit bundesweit mehr als 200.000 Mitgliedern - die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit.

    Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.
    Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik, Tourismus.

    Der ADFC gliedert sich in den Bundesverband, in die Landesverbände (dazu gehört auch der ADFC NRW) und die Kreisverbände.

    Auch in Ratingen gibt es den ADFC als Ortsgruppe des ADFC im neanderland (Kreisverband Mettmann e.V.) .
    Im Kreisverband gibt es in

    weitere Ortsgruppen.


    Diese Seite stellt die Angebote und Ziele des ADFC Ratingen vor.

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  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir setzen uns – auch Dank Ihrer Mitgliedschaft – auf der Kommunalebene für die Interessen von Radfahrern ein.

    Für Sie hat die ADFC Mitgliedskarte aber nicht nur den Vorteil, dass wir uns für einen sicheren und komfortablen Radverkehr einsetzen: Sie können egal, wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen.
    Außerdem erhalten Sie mit dem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Radmagazin Informationen rund um alles, was Sie als Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt.

    Zählen können ADFC-Mitglieder außerdem auf besonders vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt haben.

    Sie sind noch kein Mitglied?

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  • Was muss ich beachten, um mein Fahrrad verkehrssicher zu machen?

    Wie ein Fahrrad verkehrstauglich auszustatten ist, legt die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) fest

    Vorgesehen sind darin:

    • Zwei voneinander unabhängige Bremsen, die einen sicheren Halt ermöglichen.
    • Für Aufmerksamkeit sorgen Radler*innen mit einer helltönenden Klingel,
    • während zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale nicht nur für den richtigen Antrieb sorgen.
      Je zwei nach vorn und hinten wirkende, gelbe Rückstrahler an den Pedalen stellen nämlich darüber hinaus sicher, dass Sie auch bei eintretender Dämmerung gut gesehen werden können.
    • Ein rotes Rücklicht erhöht zusätzlich die Sichtbarkeit nach hinten und
    • ein weißer Frontscheinwerfer trägt dazu bei, dass Radfahrende die vor sich liegende Strecke gut erkennen.
    • Reflektoren oder wahlweise Reflektorstreifen an den Speichen sind ebenfalls vorgeschrieben,
    • hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO zwingend vorgeschrieben sind.

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  • Worauf sollte ich als Radfahrer achten? - „Sehen und gesehen werden!“

    Menschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmern.
    Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Wichtig ist vor allem in der dunklen Jahreszeit die richtige Beleuchtung am Fahrrad und eine sinnvolle und auffällige Kleidung.

    Dazu gehört es auch, selbstbewusst als Radfahrender im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen.
    Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, in dem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen.
    Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können deren Fahrer nicht erkennen, ob sich seitlich neben ihnen Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.

     

    Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmer gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrer auf Straßen und Radwegen unterwegs.

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  • Allgemeine Hinweise zu unserem Tourenangebot

    Wer mit uns fährt, ist für die Einhaltung der Gesetze und Vorschriften - insbesondere der Straßenverkehrsordnung (StVO) - selbst verantwortlich.


    Gegenseitige Rücksichtnahme und Unterstützung auf der Tour sind für uns selbstverständlich.

    Die Teilnahme an unseren Radtouren erfolgt auf eigene Gefahr. Für den verkehrssicheren Zustand des Fahrrades ist jeder Teilnehmer selbst verantwortlich.
    Für alle Touren wird das Tragen eines Fahrradhelms empfohlen. Jugendliche dürfen ohne schriftliche Einverständniserklärung der Eltern nicht alleine mitfahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer Aufsichtsperson teilnehmen.
    Ausreichende Mitnahme von Getränken oder Verpflegung wird dringend empfohlen, denn nicht immer besteht die Möglichkeit einzukehren.

     

    Es gelten die Preise des ADFC im neanderland für Nichtmitglieder ab 18 Jahren:

    • Tagestouren: 4,00 €
    • Halbtagestouren: 2,00 €
    • Feierabendtouren: 1,00 €

     

    ADFC-Mitglieder sowie Kinder- und Jugendliche fahren kostenlos mit.

  • Macht der ADFC Angebote für meine Reiseplanung?

    Der ADFC Ratingen bietet auch Mehrtagestouren bzw. Radreisen an, die bei den Teilnehmern sehr beliebt sind.


    Darüber hinaus bietet der Bundesverband einen Radurlaubsplaner an:
    der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

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  • Newsletter: Aktuelle Informationen rund um's Fahrrad aus dem Kreisverband und den Ortsgruppen

    Ende Februar 2021 erscheint erstmalig der neue Newsletter mit Informationen aus dem ADFC im neanderland und seinen Ortsgruppen.
    Unter neanderland.adfc.de/newsletter können Sie sich zu dem E-Mail-Newsletter anmelden - dazu müssen Sie kein ADFC-Mitglied sein.

    ADFC-Mitglieder, die bereits ihre E-Mail-Adresse beim ADFC hinterlegt haben, erhalten den Newsletter ab Februar automatisch zugesendet.

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