Reform des PKW-Führerschein - Ausbildung nur noch light?
Die Kosten für einen Pkw-Führerschein der Klasse B liegen durchschnittlich bei ca. 3.400 Euro. Die Koalition hat sich zum Ziel gesetzt, die Kosten für den Führerschein zu senken.

Dazu bedarf es einer grundlegenden Reform. Die Qualität der Fahrausbildung soll dabei beibehalten werden. Denn es ist klar, dass die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigt werden darf.
Das BMV schlägt eine Reihe von Maßnahmen vor, mit denen die Fahrschulausbildung kostengünstiger und deutlich unbürokratischer ausgestaltet werden kann. Außerdem soll mit mehr Kostentransparenz der Wettbewerb im Fahrschulmarkt gefördert werden.
Eine Reform der Fahrschulausbildung ist nur gemeinsam mit den Bundesländern möglich. Daher wurden die ersten Eckpunkte aus Oktober 2025 intensiv in einer gemeinsamen ad-hoc-Arbeitsgruppe mit Ländervertretern diskutiert und weiter konkretisiert. Diese Ergebnisse sind nun Grundlage für die Vorbereitung der Verkehrsministerkonferenz im März 2026. So könnten rechtliche Änderungen im ersten Halbjahr 2026 auf den Weg gebracht werden.
Das fachliche Diskussionsergebnis wird zur einfacheren Darstellung im Folgenden nochmals ausschließlich in Bezug auf den regulären Führerschein (Klasse B) eingeordnet. Eine Reihe der Reformansätze soll auch auf andere Fahrerlaubnisklassen übertragen werden. Entscheidungsrelevant ist das in der Ad- hoc-Arbeitsgruppe erarbeitete fachliche Diskussionspapier.
Hier geht es zu den einzelnen Vorschlägen.
Abschnitt 2 d ist besonders brisant.
Wir stellen uns die Frage, ob Radfahrende danach noch mehr gefährdet werden, wenn die Ausbildung nur noch “light” durchgeführt werden soll?
Was meint ihr dazu? Schreibt uns gerne eure Meinung. info [at] adfc-im-neanderland.de